Bootsbrand in Venedig

Bootsbrand in Venedig: Unvorsichtigkeit führt zu Feuer-Drama bei Madonna dell’Orto

Ein lauter Knall zerriss die morgendliche Stille in Venedig. Danach stieg sofort pechschwarzer Rauch über dem Viertel Cannaregio auf. In der Nähe der Kirche Madonna dell’Orto erlebten Anwohner einen dramatischen Morgen. Ein privates Motorboot stand lichterloh in Flammen. Die Hitze war enorm und der Rauch biss in der Nase. Augenzeugen beobachteten die Szene mit großem Schrecken.

Ein Funke mit fatalen Folgen

Das Unglück geschah am 28. April am frühen Morgen gegen halb sieben. Der Besitzer des Bootes wollte eigentlich nur in den Tag starten. Er hatte am Vorabend die Batterie abgeklemmt. Damit wollte er ein Entladen verhindern. Beim Wiederanschließen der Pole passierte es dann. Ein kleiner Funke sprang über. Dieser Funke erreichte wohl Benzindämpfe im Motorraum. Sofort gab es eine heftige Verpuffung. Das Feuer breitete sich rasend schnell aus. Der Mann versuchte noch verzweifelt, die Flammen selbst zu löschen. Dabei zog er sich Brandwunden an seinem Körper zu. Das Boot war jedoch nicht mehr zu retten.

Brennendes Boot treibt durch den Kanal

Die Situation wurde schnell brandgefährlich für die Umgebung. Das Feuer fraß die Halteleinen des Bootes durch. Brennend trieb das Wrack nun führerlos durch den Rio Sant’Alvise. Gloria Rogliani betreibt dort einen Sportverein. Sie sah das brennende Boot direkt auf sich zukommen. Die Strömung drückte das Wrack gegen ein anderes Boot. Nur durch Glück brannte dort lediglich der Bug. Rogliani und Nachbarn wollten mit Feuerlöschern helfen. Die Hitze war aber viel zu stark für einen direkten Angriff. Man hätte ins Wasser springen müssen. Das Risiko war einfach zu groß für die Helfer.

Feuerwehr im Einsatz und rechtliche Folgen

Die Feuerwehr traf kurz darauf ein. Die Einsatzkräfte brachten den Brand schnell unter Kontrolle. Dennoch blieb von dem Motorboot nur noch ein verkohltes Skelett übrig. Die Polizei nahm sofort die Ermittlungen auf. Der Besitzer musste ins Krankenhaus. Dort versorgten Ärzte seine Verletzungen. Die Beamten vernahmen ihn noch vor Ort. Nun hat der Mann eine Anzeige am Hals. Die Behörden werfen ihm fahrlässige Brandstiftung vor. Sein Versuch, Strom zu sparen, endete in einer Katastrophe. Zum Glück gab es keine weiteren Verletzten oder Schwerverletzten bei diesem Zwischenfall.

Foto, Video und Informationen mit freundlicher Genehmigung von Vigili del Fuoco!

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