Venedig genehmigt Sanierung von elf Hotels

Venedig genehmigt Sanierung von elf Hotels: Qualität vor Wachstum im historischen Zentrum

Grünes Licht für gezielte Aufwertung im Herzen der Stadt

Venedig setzt ein klares Zeichen für Qualität und Maß. Der Gemeinderat hat die Sanierung und Erweiterung von elf Beherbergungsbetrieben in der historischen Stadt genehmigt. Die Entscheidung fiel in der Sitzung vom 15. Januar 2026. Grundlage bildet Artikel 21 bis der geltenden Bauvorschriften zur Stadtplanung.

Die Stadt prüfte alle Anträge sorgfältig. Sie berücksichtigte ausschließlich Einreichungen bis zum 13. August 2025. Klare Regeln und städtebauliche Kriterien bestimmten jede einzelne Bewertung. Venedig möchte bestehende Strukturen verbessern, ohne das touristische Angebot unkontrolliert auszudehnen.

Modernisierung statt Massentourismus

Die genehmigten Maßnahmen verfolgen ein gemeinsames Ziel. Sie steigern die Qualität der Hotels und der angebotenen Dienstleistungen. Gleichzeitig schützen sie das empfindliche Gleichgewicht des historischen Zentrums. Neue Flächen entstehen nur in begrenztem Umfang.

Insgesamt erlauben die Beschlüsse eine Erweiterung von 1.967 Quadratmetern. Dazu kommen 23 neue Hotelzimmer. Zusätzlich wandeln mehrere Betriebe bereits vorhandene Flächen in Hotelnutzung um. Neue Gebäude entstehen dabei nicht.

Diese Hotels profitieren von der Entscheidung

Die Bandbreite der Projekte zeigt den differenzierten Ansatz der Stadt. Das Hotel Ca’ D’Oro erweitert seine Fläche um 139 Quadratmeter und schafft vier neue Zimmer. Die Locanda Barbarigo gewinnt 80 Quadratmeter und ein zusätzliches Zimmer.

Das Hotel Antiche Figure nutzt 370 Quadratmeter künftig für den Hotelbetrieb. Neue Zimmer entstehen dort nicht. Palazzo Selvadego ordnet seine Flächen neu. Die Zimmerzahl sinkt von 31 auf 25, während die Fläche um 298 Quadratmeter wächst.

Auch das Al Theatro Palace, das Hotel Abbazia und das Nani Mocenigo Palace erhalten mehr Raum. Sie schaffen jeweils mehrere neue Zimmer. Die Locanda Vivaldi kombiniert eine kleine Erweiterung mit einer umfangreichen Umnutzung bestehender Flächen.

Ca’ Maria Adele geht einen anderen Weg. Das Haus verzichtet auf eine Vergrößerung und reduziert bewusst die Zimmerzahl. Weitere kleinere Eingriffe betreffen die Palazzina Sardi und den Palazzo Morosini degli Spezieri.

Schutz des Wohnraums bleibt Priorität

Die Stadt betont einen wichtigen Grundsatz. Wohnraum im historischen Zentrum bleibt geschützt. Einige Anträge sahen eine Ausweitung auf angrenzende Wohngebäude vor. Diese Gebäude dienten überwiegend dem Wohnen. Der Gemeinderat lehnte solche Ideen konsequent ab.

Besonders Gebäude mit ein oder zwei Wohneinheiten stehen unter besonderem Schutz. Die Stadt stellt hier das öffentliche Interesse klar über wirtschaftliche Wünsche.

Klare Linie für die Zukunft

Mit diesem Beschluss verfolgt Venedig eine klare Strategie. Die Stadt setzt auf Qualität, nicht auf Quantität. Bestehende Hotels dürfen sich verbessern und modernisieren. Ein ungebremstes Wachstum verhindert die Verwaltung bewusst.

So bleibt das historische Zentrum lebendig und bewohnbar. Gleichzeitig stärkt Venedig ein hochwertiges und nachhaltiges Tourismusangebot. Dieser Weg verbindet wirtschaftliche Interessen mit Verantwortung für die Stadt und ihre Bewohner.

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