Yacht-Brand vor Cavallino-Treporti: Dramatische Rettung auf offener See
Ein riesige schwarze Rauchwolke verdunkelte am Montagnachmittag den Himmel über der Küste von Cavallino-Treporti. Vier Meilen vor dem Strand von Ca’Ballarin stand plötzlich eine 15 Meter lange Luxusyacht in Flammen. Badegäste hörten eine laute Explosion von der See herüberhallen.
Glück im Unglück für deutsches Urlauberpaar
An Bord des Schiffes befanden sich zwei deutsche Touristen im Alter von etwa sechzig Jahren. Zusammen mit ihrem Hund genoss das Paar eigentlich einen ruhigen Ausflug auf der Adria. Plötzlich brach an Bord ein verheerendes Feuer aus. Vermutlich löste ein technischer Defekt an einer elektrischen Anlage den Brand aus.




Die beiden Urlauber reagierten in der Extremsituation goldrichtig. Sie retteten sich sofort in ihr kleines Beiboot, ein sogenanntes Tender-Schlauchboot. Sie nahmen ihren Hund mit und brachten sich schnell in Sicherheit. Das Paar war bereits in sicherer Entfernung, als das Feuer die Yacht komplett einhüllte. Eine Besatzung der Finanzwache entdeckte das Schlauchboot und nahm die Urlauber an Bord.
Großeinsatz der Rettungskräfte auf der Adria
Kurz vor 16:30 Uhr ging der Notruf bei den Einsatzkräften ein. Ein Großaufgebot an Rettern eilte sofort zur Unfallstelle. Die Feuerwehr aus Jesolo rückte zusammen mit Tauchern aus Vicenza an. Auch die Küstenwache und der medizinische Rettungsdienst Suem 118 beteiligten sich am Einsatz. Ein Löschboot der Feuerwehr Venedig kämpfte vor Ort gegen die Flammen.
Sogar der Rettungshubschrauber Drago 160 hob in Bologna ab. Er führte einen speziellen Löschwasserbehälter mit sich. Die Flugleitung beorderte den Hubschrauber jedoch später zurück, da die Helfer die Lage vor Ort unter Kontrolle brachten. Die Sanitäter mussten niemanden medizinisch versorgen. Das Ehepaar und ihr Hund blieben wie durch ein Wunder völlig unverletzt.
Explosionen erschweren die Löscharbeiten
Das Feuer wütete extrem heftig auf dem Schiff. Während des Einsatzes kam es immer wieder zu lauten Knallen. An Bord befanden sich zwei Gasflaschen, von denen mindestens eine explodierte. Zudem schmolzen Abdeckungen, Kunststoffe und Einrichtungsgegenstände durch die enorme Hitze.
Die Feuerwehrleute setzten massiv Löschschaum ein, um die Flammen zu ersticken. Trotz aller Bemühungen erlitt das stolze Schiff Totalschaden. Die Yacht sank schließlich im tiefen Wasser der Adria. Einsatzkräfte aus Venedig blieben noch länger am Unfallort. Sie sicherten die Stelle ab und markierten das Wrack für die spätere Bergung. Die Küstenwache ermittelt nun die genaue Ursache für das Unglück.
