Michael Svoboda im WM-Kader

Michael Svoboda im WM-Kader: Der Abwehr-Chef aus Venedig fährt mit Österreich nach Nordamerika

Ralf Rangnick hat seine Entscheidung für das absolute Highlight des Jahres getroffen. Der Teamchef der österreichischen Nationalmannschaft gab das offizielle Aufgebot für die Weltmeisterschaft 2026 bekannt. Ein Name sticht dabei für viele Fans besonders hervor: Michael Svoboda. Der bullige Innenverteidiger vom italienischen Klub Venezia FC sichert sich einen der begehrten Plätze im 26-Mann-Kader. Für den Wiener geht damit ein riesiger Traum in Erfüllung. Er reist im Sommer mit dem Nationalteam nach Nordamerika.


Die große Chance durch das Verletzungspech anderer

Manchmal öffnet das Pech der einen die große Tür für die anderen. Im Vorfeld der Nominierung bangte die Fußballnation um wichtige Stammkräfte in der Abwehr. Die beiden Routiniers Gernot Trauner und Maximilian Wöber kämpften nach langen Verletzungspausen um ihre Form. Am Ende reichte die Zeit für beide Abwehrspieler nicht aus. Ralf Rangnick strich die beiden Legionäre schweren Herzens aus dem endgültigen Kader.

Genau hier schlägt nun die Stunde von Michael Svoboda. Der Abwehr-Riese überzeugte den Teamchef bereits bei den vergangenen Lehrgängen. Im März sammelte er wertvolle Minuten bei den erfolgreichen Testspielen gegen Ghana und Südkorea. Rangnick belohnt diese stabilen Leistungen und nimmt den Defensivspezialisten mit zum großen Turnier. Svoboda bringt mit seinen 1,95 Metern Körpergröße genau die physische Präsenz mit, die Österreich bei der WM braucht.


Der steinige Weg aus der Regionalliga nach Venedig

Der Aufstieg von Michael Svoboda gleicht einem sportlichen Märchen. Seine Karriere startete auf den kleineren Plätzen im Wiener Unterhaus. Er kickte für den KSV Ankerbrot Montelaa und den SV Schwechat. Später stand er für den FC Stadlau in der Regionalliga auf dem Feld. Viele Experten hatten den großen Verteidiger damals noch gar nicht auf dem Zettel. Doch Svoboda bewies einen langen Atem.

Über die WSG Tirol schaffte er schließlich im Jahr 2020 den großen Sprung ins Ausland. Er unterschrieb einen Vertrag beim italienischen Traditionsverein Venezia FC. In der geschichtsträchtigen Lagunenstadt reifte der Wiener zu einem echten Führungsspieler heran. Er erlebte mit Venedig emotionale Höhen und Tiefen, Aufstiege und Abstiege. Diese harte Schule in Italien formte ihn zu dem robusten Verteidiger, der er heute ist.


Die Vorfreude auf das Abenteuer Weltmeisterschaft

Das Nationalteam kehrt nach einer sehr langen Pause von 28 Jahren wieder auf die größte Fußballbühne der Welt zurück. Die Erwartungen in der Heimat sind nach der starken Qualifikation natürlich riesig. Das Team trifft in der Vorrunde auf extrem namhafte Gegner. Unter anderem wartet der amtierende Weltmeister Argentinien auf die ÖFB-Auswahl.

Für Michael Svoboda und seine Kollegen ist diese Gruppe eine gigantische Herausforderung. Der Fokus liegt jetzt voll auf der intensiven Vorbereitung für das Turnier in Kanada, Mexiko und den USA. Mit seiner Kopfballstärke und seiner kompromisslosen Zweikampfführung will der Venedig-Legionär der Abwehr den nötigen Rückhalt geben. Die österreichischen Fans freuen sich auf ein echtes Fußballfest. Sie hoffen auf eine Überraschung durch den rot-weiß-roten Kader in Nordamerika.

Im Bild: Venedig Magazin Herausgeber Christoph Thür und Michael Svoboda bei der Meisterfeier von Venezia FC am Markusplatz.

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