Nächtliche Suchaktion nach heftigem Sommersturm

Bange Stunden in Cavallino: Nächtliche Suchaktion nach heftigem Sommersturm

Ein heftiges Sommerunwetter überraschte am Abend des 22. Juni die italienische Adria-Küste. Neben umgestürzten Bäumen und Stromausfällen löste der Sturm einen dramatischen Rettungseinsatz aus. Jugendliche schlugen am Strand von Cavallino Treporti Alarm. Sie vermuteten zwei Badegäste in akuter Lebensgefahr auf dem offenen Meer.

Die leere Luftmatratze am Strand

Gegen 21:00 Uhr zog ein schweres Gewitter über die Region Venetien. Der Wind peitschte das Meer auf. Am Strand nahe dem beliebten Camping Village Garden Paradiso machten Teenager eine unheimliche Entdeckung. Eine leere Luftmatratze trieb einsam an das Ufer zurück.

Die Jugendlichen hatten am Nachmittag zwei Urlauber mit genau dieser Matratze im Wasser beobachtet. Augenzeugen berichteten später, die Badegäste hätten im fernen Wasser heftig mit den Armen gewunken. Sie wollten offenbar Aufmerksamkeit erregen. Die Jugendlichen reagierten sofort richtig und informierten die Mitarbeiter der Ferienanlage. Diese leiteten den Notruf umgehend an die Rettungskräfte weiter.

Großaufgebot der Rettungskräfte in der Nacht

Die Behörden nahmen den Hinweis sehr ernst. Ein Großaufgebot an Helfern rückte aus. Die Carabinieri, die Küstenwache und die Feuerwehr trafen rasch am Einsatzort ein. Die Retter suchten den Strand und den Küstendam akribisch ab. Starke Taschenlampen durchbrachen das tiefe Schwarz der Nacht.

Ein High-Tech-Hubschrauber der Guardia di Finanza aus Venedig unterstützte die Suche ab 23:13 Uhr aus der Luft. Der Pilot flog das Meeresgebiet zwischen der Sile-Mündung und dem Leuchtturm von Punta Sabbioni mehrfach ab.

Der Hubschrauber leuchtete die dunklen Wellen großflächig aus. Bis zum späten Abend lag den Behörden allerdings keine offizielle Vermisstenmeldung vor. Keine Familie vermisste zu diesem Zeitpunkt einen Angehörigen im Hotel oder auf dem Campingplatz.

Entwarnung nach bangen Stunden

Das Unwetter richtete in der gesamten Region schwere Schäden an. In Caorle fiel für zwanzig Minuten die komplette Straßenbeleuchtung im Zentrum aus. Die Feuerwehr im Sandonatese-Gebiet und in Portogruaro arbeitete ununterbrochen. Die Einsatzkräfte mussten dutzende umgestürzte Bäume von den Straßen räumen.

Gegen Mitternacht gab es schließlich die erlösende Nachricht für die Küste von Cavallino. Die Einsatzkräfte fanden keine verunglückten Personen im Wasser. Um genau 00:40 Uhr meldete die Guardia di Finanza das offizielle Ende des Einsatzes. Der Hubschrauber kehrte zu seinem Stützpunkt zurück. Die Urlauber retteten sich vermutlich rechtzeitig selbst an Land. Sie ließen die Matratze im Sturm einfach zurück.

Wichtige Lehren für alle Strandurlauber

Lassen Sie Ihre Luftmatratzen am Abend niemals unbeaufsichtigt am Strand liegen. Wind und Wellen treiben das Strandspielzeug schnell ab. Finder vermuten dann sofort ein schweres Unglück im Wasser. Das löst unweigerlich eine riesige Suchaktion aus. Schreiben Sie am besten Ihre Telefonnummer mit einem wasserfesten Stift auf die Matratze. Die Retter rufen Sie im Ernstfall einfach an. So klären die Behörden die Situation sofort auf. Das spart wertvolle Zeit und beendet die kostenintensiven Einsätze wesentlich schneller.

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