Signa Prime ist insolvent – Hotel Bauer in Venedig betroffen

Auf die Insolvenz der Signa Holding Ende November folgt nun auch die der Signa Prime beim Handelsgericht Wien. Freitag soll auch noch die Signa Development folgen. Das Ausmaß der Pleiten könnte noch größer sein als bei der Holding. Die Signa Prime ist sozusagen das Filetstück des ins wanken geratende Firmenimperiums von René Benko. Neben vielen prestigeprächtigen Immobilien gehört auch das Hotel Bauer in Venedig dazu. Signa Prime ist insolvent – Hotel Bauer in Venedig betroffen.

Signa Prime ist insolvent – Hotel Bauer in Venedig betroffen

Es war schon länger befürchtet worden, nun ist es so weit: Die Signa Prime Selection AG, die Luxusimmobilienschiene und das Herzstück des Konzerns von René Benko, meldet Insolvenz an. „Der Vorstand der Signa Prime Selection AG hat einen Antrag auf Eröffnung eines Sanierungsverfahrens mit Eigenverwaltung für die Aktiengesellschaft beim Handelsgericht Wien eingebracht“, heißt es in einer Presseaussendung des Konzerns von Donnerstagvormittag, 28. Dezember 2023.

In der Prime sind die bedeutendsten und luxuriösesten Immobilien des Signa-Reichs versammelt. Dazu zählen unter anderem das Goldene Quartier, Otto Wagners denkmalgeschützte Postsparkasse und das Hotel Park Hyatt (allesamt in der Wiener Innenstadt), das in Bau befindliche Kaufhaus und Hotel Lamarr an der Wiener Mariahilfer Straße, der Elbtower in Hamburg (bei dem derzeit ein Baustopp besteht), das Berliner Kaufhaus KaDeWe, das traditionsreiche Palazzo Hotel Bauer in Venedig und die britische Nobelkaufhauskette Selfridges.

Liquidität nicht sichergestellt

„Trotz erheblicher Bemühungen in den vergangenen Wochen konnte die erforderliche Liquidität für eine außergerichtliche Restrukturierung nicht in ausreichendem Maße sichergestellt werden.“ In dieser Struktur soll „eine Neuordnung der eigenen Aufgaben und der eigenen Verbindlichkeiten erreicht und dabei die Werthaltigkeit der Beteiligungen erhalten“ werden. Ziel sei die „Fortführung des operativen Geschäftsbetriebs“.

Beträchtliche Schulden

Die Signa Prime habe lt. Medienberichten über 10 Milliarden Euro Schulden angehäuft.

Wie geht es nun weiter?

Durch die Insolvenz wird die derzeitige Renovierung wohl eingestellt werden. Bis der Sanierungsplan gelingt bzw. ein Käufer gefunden wird, werden wohl kaum weitere Arbeiten an dem renommierten Objekt erfolgen. Zu groß ist das Risiko für die ausführenden Firmen, auf den Kosten sitzen zu bleiben. Nachdem erst mit heute Donnerstag, 28.12.2023, der Insolvenzantrag gestellt wurde, ist es für eine seriöse Prognose zu früh. Denn die Pleite der Signa Prime dürfte sich zur größten Pleite eines österreichischen Unternehmens aller Zeiten entwickeln. Ein jahrelanger Stillstand ist daher zu befürchten. Wir werden weiterhin darüber berichten.

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