Sicherheit in Jesolo: Strenges Urteil für jugendliche Randalierer am Strand
Jesolo greift nach den jüngsten Krawallen am Strand hart durch. Jugendliche Randalierer müssen mit einem dauerhaften Urlaubsverbot rechnen. Wer die öffentliche Ruhe stört, fliegt raus. Der beliebte Badeort an der Adria schützt seinen Ruf als sicheres Reiseziel für Familien und Urlauber.
Am vergangenen Wochenende sorgten zwei heftige Schlägereien für großen Wirbel. Sogenannte „Maranza“, Gruppen von Jugendlichen, gerieten am Strand der Piazza Brescia und in der Via Herrera heftig aneinander. Die Prügeleien alarmierten Anwohner und Touristen. Die Polizei reagierte sofort und leitete Ermittlungen ein. Drei Jugendliche zwischen 15 und 16 Jahren aus Venedig und Treviso sind bereits identifiziert. Die Ermittler stehen kurz davor, auch die restlichen 20 bis 25 Beteiligten zu überführen.
Platzverweise und Hausverbot für jugendliche Schläger
Die Vorfälle haben jetzt ernste Konsequenzen für die Randalierer. Der Präfekt von Venedig, Darco Pellos, berief ein dringendes Treffen für Ordnung und Sicherheit ein. Bürgermeister Christofer De Zotti und die Spitzen der Sicherheitskräfte nahmen teil. Die Behörden nutzen nun das sogenannte Caivano-Dekret. Dieses Gesetz erlaubt strenge Platzverweise, die sogenannten Dacur, auch für Minderjährige.
Die Folge der neuen Regeln: Die überführten Jugendlichen dürfen Jesolo in diesem Sommer nicht mehr betreten. Die Polizei schaltet zudem die Familien der Minderjährigen ein. Die Jugendlichen müssen verstehen, dass solche Taten ihre Zukunft belasten. Die Einträge in den Akten bleiben sehr lange bestehen.
Mehr Polizei und größere Sperrzonen für den Sommer
Die Stadt erhöht die Präsenz der Sicherheitskräfte massiv. In den nächsten Tagen treffen rund 50 zusätzliche Polizisten und Soldaten im Badeort ein. Die Beamten überwachen die Brennpunkte der Stadt künftig noch genauer. Dazu gehören die Piazza Mazzini, der Busbahnhof, der Bereich um das McDonald’s Restaurant und der Strandabschnitt an der Piazza Brescia.
Bürgermeister Christofer De Zotti betont, dass es sich bei den Schlägereien um absolute Einzelfälle handelt, welche die allgemeine Sicherheit in der Stadt keineswegs gefährden.
Die Stadtverwaltung übernimmt die Kosten für die Unterkunft der zusätzlichen Einsatzkräfte. Zudem weitet die Stadt die Verbotszonen, die sogenannten „Roten Zonen“, aus. Die Piazza Torino gehört nun ebenfalls zu diesen speziell überwachten Bereichen. Polizeikontrollen zeigten bereits erste Wirkungen. Die Beamten überprüften in den letzten Tagen über 200 Personen an den Knotenpunkten.
